Zertifizierte Qualität & verlässliche Patienteninformationen

Diese Website ist nach den besten Bewertungsmaßstäben zertifiziert (ÄZQ; HON, Stiftung Gesundheit) und vom Inhalt her als vorbildlich eingestuft – als eine von ganz wenigen Webseiten in der EU.

Zertifizierungen:

Die Informationen auf dieser Website sind zertifiziert nach dem HON-Code der Health on the Net Foundation (HON) und von den unabhängigen Gutachtern der Stiftung Gesundheit.

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Unser Anspruch ist die Vermittlung von abgesichertem Wissen, die „Evidenzbasierte Gesundheitsinformation“.

Die von uns verwendeten Methoden werden unter „Literatursuche“ und im Menüpunkt „Warum verlässliche Patienteninformationen?“ beschrieben. Weitere Informationen finden Sie im Impressum.

Die Probleme bei der Patienteninformation:

Viel zu viele Studien

Der Patient kann nicht automatisch erwarten, dass er „top“ informiert wird; denn in medizinischen Fachzeitschriften werden zu viele Studien veröffentlicht, um sie nur annähernd in der Qualität beurteilen zu können. Dazu braucht man unabhängige Einrichtungen und Institute.

Entscheidungen aus dem Bauch heraus

Patienten, aber auch Ärzte, sind zu schnell bereit, sich bei Gesundheitsentscheidungen auf die Intuition zu verlassen, statt auf eine rationale Analyse. Diese „Programmierung auf intuitive Entscheidungen“ (statt auf analytische) ist eine große Fehlerquelle für jeden Patient und jeden Arzt. (Pat Croskerry, professor in emergency medicine at Dalhousie University, Halifax, Nova Scotia, Nov. 2010, BMJ)

Ineffektive Suche im Netz

Ärzte wie Patienten suchen nicht wissenschaftlich korrekt (meist Google). So erhalten sie nach „ihrer Recherche“ nur zwei Prozent mehr korrekte Antworten – eine Zeitverschwendung! Auch der Rat der Ärzte ist nur zu 47 Prozent korrekt. So ergeht es auch dem Arzt, der einen Kollegen anruft und um Rat bittet. Besser wird es nur, wenn die Quellen evidenzbasiert und interessenneutral sind.

Keine Neutralität

Die Pharmaindustrie ist kein neutraler Ratgeber, ebensowenig wie die Krankenkassen oder andere Interessensgruppen. Sie verfolgen legitime Ziele (Marktposition, Gewinn etc.), die nicht mit abgesicherter Gesundheitsinformation in Einklang sind. Werbefreiheit ist immer eine Grundvoraussetzung.

  • Sharon Straus S, Haynes RB. Managing evidence-based knowledge: the need for reliable and readable resources. CMAJ. April 28, 2009;180(9)
  • Schaasma F, et al. Caution required when relying on a colleague’s advice; a comparison between professional advice and evidence from the literature. BMC Health Serv Res 2005;5:59.
  • McKibbon KA, Fridsma DB. Effectiveness of clinician-selected electronic information resources for answering primary care physicians’ information needs. J Am Med Inform Assoc 2006;13:653–9
  • Yank V et al. Financial ties and concordance between results and conclusions in meta-analyses: retrospective cohort study. BMJ 2007 335: 1202-1205
  • Ross JS et al. Guest Authorship and Ghostwriting in Publications Related to Rofecoxib: A Case Study of Industry Documents From Rofecoxib Litigation. JAMA. 2008;299(15):1800-1812.

Qualität der Information

Man muss Patienteninformationen finden, die evidenzbasiert, kostenfrei und industrieunabhängig für Patienten erstellt wurden.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Was ist bewiesen wirksam? Aber genauso wichtig: Zu welcher Behandlung gibt es kein oder wenig abgesichertes Wissen?
  • Wie hoch ist das allgemeine Risiko zu erkranken und was passiert wenn ich nicht behandle, also auf die Behandlung verzichte (Schaden, Nutzen)?
  • Auf welcher Literatur basiert die Information systematische Übersichten, randomisierte kontrollierte Studien? Alles, was kein Literaturverzeichnis hat, das belegt, dass die Quellen systematische Übersichten sind oder einer systematischen aktuellen Suche entstammen, sollte man weglassen.
  • Ist der Wissensstand noch aktuell? Alles, was älter als ca. 3 Jahre ist und nicht aktualisiert wurde, sollte man weglassen.
  • Ist die Information werbefrei und für Patienten geschrieben? Falls man Industrieabhängikeit oder Interessensdominierung (auch Krankenkassen) erkennt oder Werbung, sollte man aufmerksam sein und nach Alternativen suchen.
  • Hinweise auf Anbieter-unabhängige Quellen und auf solche frei von kommerziellen Interessen findet man im Impressum oder bei „Wir über uns“.

Was ist Qualität? – Unser Vorgehen

Die Website berücksichtigt den HON-Code (Qualitätskriterien der Health on the Net Foundation) und die revidierten DISCERN-Kriterien (jetzt „Check-In“) des ÄZQ – Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, eine gemeinsame Einrichtung der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Zudem wurde sie in einem Prüfverfahren mit unabhängigen Gutachtern von der Stiftung Gesundheit zertifiziert.

Für Patienten geeignete Webseiten sind gesundheitsinformation.de und patienten-information.de, auch wissenwaswirkt.org.

An der Erstellung unserer Informationen haben Patienten an allen Schritten mitgewirkt, es kann auch weiterhin öffentlich zu den Inhalten, zum Format, zur Navigation etc. Stellung genommen werden.

Qualitätsprogramme und Zertifizierungen, die nicht ausreichen:

Die Qualität der medizinischen Information ist durch obige Punkte zu beurteilen.

Aber die Qualität der medizinischen Versorgung kann der Patient noch schwerer, meist gar nicht beurteilen.

Zertifizierungen nach DIN etc. helfen nicht, denn sie bewerten nicht die Qualität der Gesundheitsleistung der Ärzte und deren Mitarbeiter, sondern Handlungsabläufe.

Von gewerblichen Organisationen vergebene Preise helfen auch nicht weiter, denn die Kriterien, nach denen sie vergeben werden, sind nicht nachvollziehbar. Finanzielle Zuwendungen können die Vergabe beeinflussen.

Auch keine Qualitätsbeurteilung liefern sog. „Portale zur Arztsuche und -bewertung“. Mit Bewertung hat dies wenig zu tun, es sind Meinungsäußerungen von kleinen Gruppen und oft Randgruppen, so der Bundesgerichtshof (VI ZR 34/15) in seinem Urteil vom 1. März 2016. Bei zig tausend Patienten, die ein Arzt jährlich behandelt, hat er vielleicht 10-20 „Meinungsäußerungen“ auf dem selbsternannten „größten Ärzteportal“. Die Portalbetreiber sind weder neutral, noch werbefrei, noch finanziell unabhängig und repräsentieren nicht die Mehrheit. Das ÄZQ (Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin) hat sich mit den Portalen auseinandergesetzt. Die Aufforderung (zur guten Bewertung) ist juristisch nicht unbedenklich (Kammerrecht): es gibt Sparten der Medizin, wo überproportional viele und euphorische „Bewertungen“ vorkommen ( Schönheitschirurgie, Kinderwunsch….).

Allgemeines zu Zertifizierung und Qualität

Der Zertifizierungsvorgang ist eine Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten. Zertifizierung soll möglichst zuverlässig belegen, dass die Qualitätsanforderungen an den „Produktionsprozess“ erfüllt sind. Das Ergebnis ist das Zertifikat. Das Qualitätszertifikat nach DIN EN ISO 9001, 9002 oder 9003 ist eine internationale „Bescheinigung für die Befähigung des Unternehmens, effektiv und langfristig Qualität zu produzieren“.

Die Zertifizierung nach DIN kann nicht für Qualität in der Medizin bürgen!

„Quality accreditation programmes“ mit Gutachtern von derartigen Institutionen sind in einigen Studien untersucht worden (Quelle Øvretveit). Die Wirksamkeit ist nicht bewiesen.

Solche Qualitäts/Zertifizierungs – Programme werden empfohlen ohne wissenschaftlich zuverlässige Beweise dafür, dass sie der beste Weg zur Qualitätsverbesserung sind und ohne Beweise der Effektivität. Man weiß nicht, ob man das Richtige tut, wenn man so prüft!

Die Kosten sind hoch, oft höher als die für Behandlung!

Vieles hat sich verselbständigt -es wird Zeit, dass man die Maßnahmen kritisch hinterfragt.


Copyright Rainer Wiedemann und Petra-Ilona Wiedemann für das C.L.I.

Weitere Informationen zu unseren Methoden der Literatursuche. Wenn Sie noch mehr wissen wollen, können Sie sich kostenfrei zum Service „Topwissen“ anmelden.

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Letzte Aktualisierung: 26. Dezember 2016