Über kaum ein anderes Organ existiert soviel Falschinformation: Ca. 40% der Diagnosen sind nicht richtig: das führt dazu, dass Patienten überbehandelt werden und die wahren Ursachen ihrer Beschwerden nicht erkannt werden.

Die Suche im Netz (“wenn der Patient recherchiert …”) ergibt keine wissenschaftlich korrekten Ergebnisse, höchstens 2%. Auch Medizinforen geben nur 50% korrekte Information – 50% ist so sicher wie eine Münze werfen – Kopf oder Zahl. Die meisten Informationen sind nicht frei von Industrie – Interessen (über 90%).

Müdigkeit, Erschöpfung, Gewichtsprobleme werden der Schilddrüse zugeordnet (Unterfunktion).
Paaren mit Kinderwunsch wird Angst gemacht, es werden abenteuerliche und gefährliche Therapien angeboten.
Das stimmt aber nur in ganz wenigen Fällen.
Die Schilddrüsenstörung kann keine Kinderlosigkeit bedingen.

 

Viele unserer Patienten mit Übergewicht, aber auch zuweisende Ärzte glauben, dass „Stoffwechselprobleme etwas mit der Schilddrüse“ zu tun haben. In unserer Übersichtsarbeit für Ernährungsmediziner haben wir klar dargestellt, dass es weltweit keinen handfesten Beweis gibt, dass leichte Veränderungen der Schilddrüse zu Übergewicht führen. Der Mythos lebt weiter … Weblink.

 

Da nur wenig abgesicherte Information existiert, ist der Weg frei für “Bauchgefühl und gefühlte Wahrheit” (siehe auch Verlässliche Patienteninformationen).

Wenn man das weiß, kann man etwas entspannen:
– Die behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion (klinische Hypothyreose) ist selten. Sie kommt bei 0,3-0.5% der Menschen vor, also bei maximal 5 von 1.000 Personen!
– Es gibt mittlerweile Leitlinien, die klar aufzeigen, wer von welcher Behandlung profitiert und wem die Behandlung schadet. „Vorbeugende“ Behandlung gibt es nicht, außer Nachteilen durch die Medikamente hat man keinen Vorteil zu erwarten Weblink.

Unter → Weblink findet sich einer der Berichte, im Punkt Schilddrüse sind alle wichtigen Arbeiten aufgelistet.

 

Dies ist ein Service des Christian-Lauritzen-Institut (CLI). Bitte beachten Sie auch www.christian-lauritzen-institut.de und www.christian-lauritzen-institut.de/BBforum/

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