Erektile Dysfunktion (ED)

Impotenz oder erektile Dysfunktion ist die Schwierigkeit, eine Erektion so halten zu können, dass der Geschlechtsverkehr zufriedenstellend erfolgen kann.

Hormone, Fitness und psychische Faktoren spielen eine Rolle, sie beeinflussen sich gegenseitig! Andere Erkrankungen (Stress, Depression, Zuckerkrankheit…) können eine ED begünstigen.

Wie bei den weiblichen Sexualstörungen erfolgt die Abklärung durch ein Team von Fachärzten. Wir starten mit einem Interview und mit Testen, wir machen eine Leistungsanalyse und Blutuntersuchungen. Nicht nur Medikamente wirken, mehrere Wege gemeinsam sind effizient.

Niedrige männliche Geschlechtshormone (Testosteron und das Testosteron bindende Hormon SHBG) kommen gehäuft vor bei Stoffwechselproblemen wie Übergewicht, Bauchfettvermehrung, Insulinstörungen, Metabolischem Syndrom (MS: Übergewicht bauchbetont, hohe Blutfette, hoher Blutdruck…), Diabetes, aber auch bei Sexualproblemen (ED, erektile Dysfunktion).

Testosteronwerte sind nur bedingt aussagekräftig, da die Erkrankung nur locker mit erniedrigten Werten korreliert.
Prolaktin, Testosteron, SHBG, E2 (wird aus Testosteron im Fett gebildet), DHT, DHEA S, IGF 1, BG 3, TSH, Adiponektin, ev. Cortisol haben eine höhere Trefferrate.

Behandlungen

Die Behandlung bleibt auf den Einzelfall abgestimmt und setzt Kenntnis und Erfahrung voraus:

Verhaltenstherapie (CBT): Sport, ausgelegt zur gezielten Steigerung der kardiorespiratorischen Fitness

Testosterongabe ist ein bewiesener Ansatz.

50% der Patienten, denen Viagra®, Levitra® , Cialis® (Hemmer der Phosphodiesterase-5 (PDE-5)  verschrieben wurde, erneuern ihr Rezept nicht. Bei 30% wirken die Präparate nicht.

Cialis® etc. pus Paroxetin, Trazodon ist eine Alternative. DHEA? Bremelanotid, ein  Melanocortinagonist

Eng verbunden mit den Problemen ist die Ejaculatio praecox, der sehr schnelle Samenerguss.

Vorteilhaft aus guten Studien (RCTs) gegen Placebo sind:

  • Lokal anzuwendende Anaesthetika
  • Mediamente gegen Depression wie Citalopram , Escitalopram, Fluoxetin, Paroxetin.
  • Phosphodiesterase-5 (PDE5) Hemmer wie Vardenafil, Tadalafil etc.

Zu einer Verbesserung der sexuellen Zufriedenheit führen: SSRIs, PDE5 Hemmer und Tramadol. Verhaltenstherapie


Copyright Petra-Ilona Wiedemann und Rainer Wiedemann für das C.L.I.

Weitere Informationen zu unseren Methoden der Literatursuche. Weitere Informationen zur Evidenzbasierten Medizin erhalten Sie in unserem Buch: Wiedemann R et al. Krankmacher Lebensstil. 2005. conkom Verlag, ISBN 3-00-017436-2

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Letzte Aktualisierung: 19. Februar 2017