Junge oder Mädchen? Die Frage nach der Geschlechtsbestimmung wurde ja hier kürzlich auch totdiskutiert. Es gibt wohl noch eine Methode: Den Blastozystentransfer, zumindest wenn man lieber einen Jungen hätte.

Das ist das Resultat einer Untersuchung von Dr. Alan B. Copperman und Kollegen, die im Reproductive Medicine Associates of New York 1284 das Geschlecht von Kinder nach Blastozystentransfer und nach dreitägiger Embryonenkultur im Rahmen einer künstlichen Befruchtung erfasste. In beiden Fällen gab es mehr Jungen, jedoch war der Unterschied nach Blastozystentransfer noch ausgeprägter als nach einem früheren Transfer. Nach der 5-tägigen Kultur betrug das Geschlechterverhältnis 42,3 zu 57,7% und nach 3 Tagen 48,8 zu 51,2% zuungunsten der Mädchen.

Interessanterweise war der Unterschied bei Einlingsschwangerschaften nach Eizellspende noch geringfügig deutlicher. Die Autoren führen dies auf die häufiger durchgeführten “Single-Embryo-Transfers” in dieser Untergruppe zurück und die Tatsache, dass hier die Selektion der besten Embryonen noch ausgeprägter erfolgt und die morphologisch besten Embryonen offenbar häufiger männlich als weiblich sind.

Luna M, Duke M, Copperman A, Grunfeld L, Sandler B, Barritt J., Blastocyst embryo transfer is associated with a sex-ratio imbalance in favor of male offspring. Fertil Steril. 2007 Mar;87(3):519-23

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