Wenn Eileiter am Ende verschlossen sind und sich darin Flüssigkeit ansammelt (Hydrosalpinx), die nicht ablaufen kann, dann stört dies die Einnistung der Embryonen, wobei die Prinzipien dieses negativen Einflusses noch nicht ganz verstanden wurden.

Möglicherweise werden diese Prinzipien durch eine aktuelle Studie weiter erhellt. Eine ausführliche Literaturübersicht zum Thema verschlossene Eileiter und Entfernung derselben vor eine IVF, wenn es sich hier um Hydrosalpingen handelt habe ich hier bereits im Sommer vorgestellt.

Die Aktivität des HOXA10-Gens ist ein wichtiger Faktor für die Einnistung von Embryonen im Rahmen der IVF. Seine Aktivität in der Gebärmutterschleimhaut korrelliert nachgewiesenermaßen mit der Wahrscheinlichkeit einer Einnistung. In der aktuellen Studie wurde der Einfluss von Hydrosalpingen auf die HOXA10-Aktivität untersucht. Und zwar mit der einfachst möglichen Methode: Bei 9 Frauen mit verschlossenen und flüssigkeitsgefüllten Eileitern wurde die HOAX-Aktivität in der Gebärmutterschleimhaut vor und nach der Entfernung der Hydrosalpingen untersucht (Immunohistochemisch reverse-transcription PCR).

Verglichen wurden diese Ergebnisse mit 6 nachgewiesen fruchtbaren Frauen mit normalem Eileitern. Die Ergebnisse waren recht eindrucksvoll und auch statistisch signifikant, denn es kam zu einer Steigerung der Gen-Aktivät um das 15-fache.

Vermutlich ist die verbesserte HOAX-Aktivität daran beteiligt, dass eine Einnistungswahrscheinlichkeit nach Entfernung von verschlossenen Eileitern ansteigt.

Daftary GS, Kayisli U, Seli E, Bukulmez O, Arici A, Taylor HS. Salpingectomy increases peri-implantation endometrial HOXA10 expression in women with hydrosalpinx. Fertil Steril. 2006 Dec 13 [Epub ahead of print]

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