Literatursuche - die Suche nach den zuverlässigsten Beweisen, der besten Evidenz



Die Tatsache:


Man braucht Wissen und Zeit:

Wie wir genau vorgehen, haben wir in einer Artikelserie beschrieben:
Wiedemann R, Börner PI. Hilfen bei der Evidenzgewinnung. 2001 (im Internet unter http://www.datapharm-webmotion.de/ebm.html)

 

Auszüge:


Die Suche nach systematischen Übersichtsarbeiten erfolgt primär über die


Die Suche nach randomisierten, kontrollierten Studien ( RCT s = r andomisierte, c ontrollierte T rials) erfolgt primär in

 

Die Methodik der Suche und die Suchstrategien orientieren sich an denen der Cochrane Gruppen und an denen von Clinical Evidence oder NHSCRD. Die Qualitätsbeurteilung berücksichtigt das QUOROM statement (www.cochrane.de) und die revidierten Ausführungen der Consort - Gruppe (http://JAMA 2001;285:1987-1991).


Unser Ziel
Die von uns erstellten Texte sind eine Form der Sekundärpublikation, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Evidenzdarstellung ist besonders an Patienten und den praktisch tätigen Arzt "vor Ort" gerichtet, der einen Überblick zu einer Problematik sucht.
Die Aussagen zu Behandlungen sind dann sehr robust, wenn eine Qualität beurteilte systematische Übersicht zum Thema vorliegt, die auch aktualisiert wird oder ein hochqualitativer RCT (randomisierte, kontrollierte Studie) mit großer Fallzahl und ausreichender Laufzeit.
In den Kapiteln, in denen die Evidenz nicht über eine Qualität beurteilte systematische Übersicht gewonnen wird, sondern allein aus Qualität beurteilten RCTs (oder gar Kohorten, case control Studien), verlieren die Aussagen an Zuverlässigkeit (nachrangige Evidenzklasse, keine Klasse Ia). Unpublizierte Studien werden von uns in geringerem Ausmaß berücksichtigt (da nicht gefunden) als dies z.B. in einem Cochrane Review (Handsearch u.a. nach Dissertationen, breite Kontaktaufnahme zur Auffindung unpublizierter Ergebnisse....) der Fall ist.
Evidenz basierte Behandlungsleitlinien werden mitberücksichtigt, sie sind ein Teil der Evidenzfindung.

Wir versuchen,



Diagnoseverfahren und Laboruntersuchungen:
Systematische Forschung fehlt häufig.
Ob und welche Laborwerte bestimmt werden, obliegt der Entscheidung im individuellen Fall.
Zur groben Orientierung sei auf eine Artikelserie verwiesen:

Knottnerus JA et al. BMJ 2002;324:477-480
The Cochrane Methods Group On Systematic Review Of Screening And Diagnostic Tests: Recommended Methods
Deeks J, Gatsonis C, Bossuyt P, Antes G. Cochrane reviews of diagnostic test accuracy. Cochrane News . Issue 31;Aug 2004. www.cochrane.org/newslett/ccnews31-lowres.pdf (accessed 31 May 2006).



Übersichten zu diagnostischen Themen erscheinen zunehmend.


Ein Vierstufenprozess wird gefordert, analog der Überprüfung von Medikamenten im RCT
1. Festlegung des Normalbereichs

2. Sensitivität und Spezifität und andere Messungen der diagnostischen Genauigkeit

3. Randomisierte Trials legen fest, ob der Patient vom Testen profitiert.
4. Große fortlaufende Beobachtungsstudien werden gefordert, um die Auswirkungen des Testens auf die klinische Praxis festzulegen.

Gluud C, Gluud LL
. Evidence based diagnostics. BMJ  2005;330:724-726 (26 March), doi:10.1136/bmj.330.7493.724
Mallett S et al.
Systematic reviews of diagnostic tests in cancer: review of methods and reporting. BMJ 2006 333: 413.
Liberati A. How to assess the methodological Quality of systematic Reviews of diagnostic Trials. Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen.100, 7, 10-2006:514-518 

 

 

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© Prof. Dr. med. Rainer Wiedemann, Frauenarzt & gyn. Endokrinologie/ Dr. med. Petra - Ilona Börner, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, Marienstraße 39, 70178 Stuttgart. 2001 - 2007
Email: info@vorbeuge-medizin.com

Weitere Informationen zur Evidenzbasierten Medizin erhalten Sie im Internet unter ebm-netzwerk.de
Wiedemann R, Börner PI et al. Was ist EbM und wie kann man sie optimal nutzen - Information für Interessierte. Entstanden unter Mitarbeit von Mitgliedern des Fachbereiches Patienteninformation im DNEbM e.V. (Oktober 2002)

Wiedemann R et al. Krankmacher Lebensstil. 2005. conkom Verlag, ISBN 3-00-017436-2. 70771 Leinfelden Echterdingen T.: 0711 75 47 638 http://www.conkom.de
Börner PI. Paradigmenwechsel in der postmenopausalen Hormonersatztherapie: Untersuchung zum Einfluss unterschiedlicher Evidenzquellen. VTS-Veröffentlichung 11.01.06